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Ausflug zur Schlei

Vorbereitung

Wieder in Bad Schwartau. Über die Rückfahrt von Kiel über Bugstaaken war nicht viel zu erzählen: Schlechtes Wetter – Schießgebiet umfahren –  ab Fehmarn Wind gegenan.

An Manati wurde weitergearbeitet: Holz für den Bugspriet und die Sitze, Rettungsinsel, Bordelektrik, defekter Kühlschrank und andere Kleinigkeiten. Immerhin stand der geplante Törn zur und auf der Schlei an. Bis zum 17. August wollten wir dort sein und bis dahin sollten die Vorbereitungen abgeschlossen sein.

Die Törn Planung sah vor, dass wir gemütlich nach Grömitz, von dort nach Fehmarn-Orth und über Aero nach Schleimünde segeln. Der Windfinder bzw. Rasmus hatte aber etwas dagegen. Zunächst hieß es warten und ein Windfenster finden.  Dann ein Lichtblick; der gemütliche Plan wurde umgeschmissen.  Aus Fehmarn-Orth wurde Heiligenhafen und Aero zunächst ganz gestrichen. Aber der Ausflug zur Schlei konnte beginnen.

Die Trave runter Richtung Fehmarn

Dann, am Montag den 12. August, war es soweit; das erste passende Windfenster: 4er SO-Wind mit Böen bis 6 Bf. Kurz nach 10 Uhr ablegen und unter Motor in die Trave. Dort sofort das Groß hoch. Mit achterlichem Wind die Trave runter segeln ist ein ehr seltenes Vergnügen. Kaum in der Travemündung, wurde auch die Fock dazu genommen und ab ging die „Rauschefahrt“ zum Fehmarnsund. Bis zur Ansteuerungstonne brauchten wir 8 1/2 Stunden. Jetzt ging’s nur noch mit dem Motor weiter. Der Wind stand inzwischen gegenan, der Strom sowieso; die Dünung war heftig. Wir waren froh, dass wir Heiligenhafen noch kurz vor Sonnenuntergang, nach 11 Stunden und 45,3 sm erreichten.

Heiligenhafen – Schlei

Es galt zwei Hafentage in Heiligenhafen zu verbringen, bis zum nächsten Windfenster: 4er S-Wind mit heftigen Böen.

Etliche Segler, die in den beiden Tagen einliefen, bestätigten die Richtigkeit meiner Entscheidung, als sie uns die schwierigen Bedingungen auf der Hohwachter Bucht und dem Fehmarnsund schilderten.

Wir nutzten die Zeit und erkundeten Heiligenhafen.

Donnerstag, 15. August. Um nicht wieder so spät anzukommen und weil der Wind gegen Nachmittag wieder auf West drehen sollte,  legten wir schon um 06:30 Uhr ab. Bei fast glatter See wurden an der östlichen Untiefen-Tonne bereits die Segel hochgezogen. Der 4er Wind nahm im weiteren Verlauf stetig zu. Die Dünung sogar heftig. Peters Magen hielt das leider nur 6 Stunden aus, bevor er eine Revolution anzettelte. Es war zum Glück nicht mehr sehr weit und der Magen hatte sein Pulver bereits weitgehend verschossen.   Nach nur 7 1/2 Stunden fuhren wir in die Schlei ein. Damit war der Ausflug zur Schlei beendet und der Törn auf der Schlei konnte beginnen.

Unterwegs  bemerkten wir auch noch einen Wassereinbruch. Es tropfte von der Salondecke auf die Polster und späterr noch in die 230 V-Steckdose. Die neu montierte Rettungsinsel war nicht wasserdicht verschraubt.

Hier liefen wir den Hafen von Maasholm (Empfehlung einiger Segelkameraden) an. Dort machten wir bereits um 15 Uhr fest. 43,5 sm in 8 1/2 Stunden

Geringer Tiefgang = Super Liegeplatz