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Saisonbeginn

Krantermin

Zu Beginn der Saison steht der Krantermin. Dieser war im Kalender am 17.April um 10:00 Uhr vermerkt. Fast pünktlich, also um 10:45 Uhr ging es los. Die Manati wurde mit einem Stapler zum Kran geschoben.

Gurte wurden angelegt und Manati wurde sicher zu Wasser gelassen.

Der umgebaute Mast kam dazu und zu guter Letzt wurde der Windmesser montiert. Soweit so gut.

Die erste Sichtung der Bilge ergab, dass die neuen Geber offenbar wasserdicht eingebaut sind. Es galt noch den Liegeplatz aufzusuchen und die Segel anzuschlagen. Saisonbeginn!

Unser feste Liegeplatz war von einem fremden Boot belegt.  Übergangsweise sollten wir in der Box links davon festmachen. Das war kein Problem.

Hafenkino

Am nächsten Tag verließ der Fremdparker unseren Liegeplatz. Da ja lediglich eine Box weitergezogen werden musste, plante ich ein Leinenmanöver, ohne den Diesel bemühen zu müssen.

Eine lange Leine wurde Peter auf dem Steg in die Hand gedrückt, um den Bug nach Backbord zu verholen. Ich selbst löste die Backbord-Heckleine, zog mich zum Steuerbor-Dalben, um auch hier die Leine zu lösen. Dummerweise gestaltete sich das schwieriger als angenommen und ehe ich mich versah wehte mit der Wind die Manati sprichwörtlich unter den Füßen weg.  Eine schnelle Entscheidung musste her: Ins Wasser (das Boot war schon zu weit weg, oder trocken an den Dalben.

Da hing ich nun wie ein Affe an der Palme!! Und dann – ohha – die laute Frage: Kann ich irgendwie helfen? trug nicht dazu bei, meine Stimmung zu verbessern. Peter schaffte es, die Manati zurück zu schubsen. Ich konnte wieder übersteigen und das Manöver fand dann doch noch wie geplant statt. Ein Stegnachbar meinte dann zwar noch: Das habe nicht so ausgesehen, als wenn das so geplant war? Leider musste ich ihm recht geben. Ich war froh, dass es nicht viele Zeugen des Saisonbeginns meines persönlichen Hafenkinos gab.

Peter ärgerte sich nachher darüber, dass er davon kein Foto gemacht hat. Gott sei Dank war sein Fotoapparat unter Deck auf der Manati. Wie ich Peter kenne, hätte er mich für „die Fotos“ bestimmt einige Zeit hängen lassen.