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Manati’s neue Kleider

Im Winter entschloss ich mich, Manati neu einzukleiden. Sprich: Eine neue Persenning für Groß und Großbaum. Einen Bugspriet mit Bugkorb, einen neuen Heckkorb mit Sitzen, Geräteträger und David, sowie eine feste Reling.

Die alte Persenning als Muster abgegeben, machte sich der Sattler sofort an die Arbeit. Sie passt nicht nur von der Farbe, sondern auch so perfekt.

Für die Edelstahl-Arbeiten habe ich die Firma „cronimo“ aus Schwentinental gewinnen können. Schon vor dem Krantermin wurden vor Ort in Bad Schwartau die anstehenden Arbeiten besprochen. Die eigentliche Montage sollte dann aber in Kiel stattfinden.

Beim Sporthafen Kiel wurde ein Liegeplatz reserviert.

Für den Törn nach Kiel wurden zwei Tage eingeplant. Die erste Etappe des Törns sollte bis Heiligenhafen gehen. Der zweite Tag sollte bis Kiel reichen.

Törn nach Kiel

Bad Schwartau – Heiligenhafen

Am 04.05.2019 ging es los. Eine App fand, dass der Wind für unser Vorhaben günstig sei. Um 08:40 Uhr wurden die Leinen gelöst und der Jockel angeschmissen. Bei klarem Himmel die Trave runter bis zur Tankstelle in Travemünde. Dort noch schnell Diesel gebunkert. Kaum in der Lübecker Bucht, wurden die Segel gesetzt. Bei zunächst mäßigem Wind (2 Bf.) ging’s weiter in Richtung Fehmarnsund.

Der Wettergott – keine Ahnung welcher das war – zog bald alle Register. Außer Nebel hatten wir fasst die gesamte Palette. Neben ein wenig Regen gab es in der Mecklenburger Bucht Graupel, Hagel und sogar Schnee!! Außerdem eine heftige Dünung und kräftige Böen. „Auf der Kirmes müsste man dafür Geld bezahlen!“ meinte Peter. Das konnte ich nur bestätigen.

Zwischen Kellenhusen und der Sagasbank nahm der Wind ab und dreht auf Nord. Wir hatten also gleichzeitig  zwei der drei vorherrschenden Windrichtungen für Segler: „Zu wenig und gegenan:“ Ich bemühte den eisernen Gustav. Unter der Fehmarnsundbrücke hindurch bis nach Heiligenhafen schnurrte er bis 21:10 Uhr.

Im Hafen war kaum Betrieb. Das Ambiente und die sanitären Einrichtungen waren ansprechend. Als der Landstrom angeschlossen wurde flog der FI-Schalter von Manati raus. Der Grund war nicht ersichtlich.  Das sollte sich später klären. Um 07:00 Uhr öffnete das Hafenbüro am nächsten Morgen. Das Liegegeld wurde entrichtet und schon ging es weiter.

Heiligenhafen – Kiel

Kein Wind und spiegelglatte See ließ den Gedanken an Segeln erst gar nicht aufkommen. Auch nach Zunahme des Windes blieb der Motor in Betrieb. Genau von vorn (West). Es war aber nicht nur der Wind, der zunahm. Die Dünung tat es dem Wind gleich und deshalb wurde es vor der Kieler Förde echt unangenehm. Über die Leistungsreserven von Manati’s Motor habe ich mich dort nur noch gefreut. Erst in der Innenförde wurde es besser.

In der Schwentine-Mündung wurde dann um 17:40  Uhr am reservierten Stegplatz festgemacht.

Über die weitere Einkleidung wird berichtet.