Ausspannen und „Nixtun“? – Haken dran!

von Jörg Krüger am 19.06.2021 / in Allgemein

Ausspannen und „Nixtun“? – Haken dran!

Die Idylle um Karschau, der Blick auf die blühenden Rapsfelder,

Rapsfelder

das leise Plätschern der Wellen und das sanfte Auf und Ab von Manati verleiten geradezu zum Ausspannen und „Nixtun“.

HALT!   STOPP!    Da war doch noch was.

Der Funk und das Echolot funktionieren nicht. Die vordere Positionslampe baumelt am Kabel, die Windsteueranlage möchte montiert und das neue Vorsegel angeschlagen werden.

Zeit ist genug, also frisch ans Werk.

Zunächst wird die Hecklaterne demontiert und der Halter als Muster hergenommen und für die neue vordere Halterung vermessen. Alles wird fein säuberlich notiert.

techn. Zeichnung

Später fertige ich anhand dieser technischen Zeichnung eine neue Halterung an. Die ist zwar nicht schön, erfüllt aber ihre Aufgabe.

Nachdem die wasserdichte Positionslampe – es lief tatsächlich erst Wasser raus, nachdem ich sie wieder richtig herum gedreht hatte – an der Halterung und diese unter dem Bugspriet montiert waren, fehlte nur noch die elektrische Prüfung. Lampe brennt – Haken dran!

neue Halterung

 

Doch da war noch ein elektrisches Problem. Funk und Echolot. Wie sich dann herausstellte, lieferte auch die Logge und das Thermometer (Wassertemperatur) keine Daten. Insofern konnte es sich nur um einen Einspeisungsfehler im NMEA2000 Bus oder einen Massefehler handeln.

Sicherungen waren heile, Spannung war vorhanden. Masse lag an. Jetzt wurde es tricky, zumal die Anlage zeitweise funktionierte und ohne erkennbaren Grund wieder nicht. Nach langem Suchen war der „Wacklige“ dann doch gefunden. Juhuu – Haken dran!

Windsteueranalge

Um die Windsteueranlage „Windpilot Pacific“ montieren zu können, musste erstmal die Badeleiter weg. Beides zusammen ging nicht. Es waren zwei Leitersprossen im Weg.

Die Windpilot wurde in die Aufnahme gesteckt und der Rest wie vorgesehen angebracht. Dann ergab sich ein neues Problem – die Pinne war zu tief, bzw. die Umlenkrollen zu hoch. Die Kraftübertragung mittels Kette auf die Pinne war so nicht möglich.

Also habe ich Peter Förthmann ( https://windpilot.com ) angemailt und nachgefragt, ob er eine Lösung parat hätte.

Jetzt galt es, auf eine Antwort zu waren und Auszuspannen! Bei dem Sonnenuntergang  :-))

Sonnenuntergang

Bierchen raus – Ausspannen und „Nixtun“? – Haken dran!

Ein neuer Tag

Die Antwort von Peter Förthmann ließ nicht lange auf sich warten. Die Lösung war verblüffend und soooooo einfach. Es galt einfach die Pinne in der Höhe so zu verstellen, dass die Kette nicht mehr herausrutschen kann.

Hierzu wurde die vorhandene Verstellschraube gegen eine längere ausgetauscht. Auf dem Gewinde der Verstellschraube wurde eine selbstsichernde Mutter positioniert. Diese stößt beim Hineindrehen bei normaler Höhe der Pinne an, sodass ich nicht lange herumexperimentieren muss.

Pinnenverstellung

Die Windpilot passt von der Höhe her auch noch genau in die Backskiste. Kurzer Weg! Funktioniert prima!

Super, Haken dran!

Zufällig fuhr mir Peter Förthmann einige Tage später „über die Füße“, sodass ich ihm persönlich danken konnte.

Badeleiter

Jetzt war die Badeleiter drann. Die beiden Stufen gehörten wieder eingeschweißt.

Und für Edelstahl ist bei mir Marco Ulbrich zuständig– ein Anruf und er gab grünes Licht – also auf nach Schwentinental zu Cronimo (www.cronimo.de), der Edelstahlschmiede meines Vertrauens.

Während die beiden Stufen von Christian fachgerecht eingeschweißt wurden, versuchte ich mich auch im Edelstahlbau und bog mir aus einem Stück Rundstahl einen Schleusenhaken zurecht.

Schleusenhaken

Ein funktionelles Unikat. Halt selbst gemacht und im wahrsten Sinne des Wortes:

Haken dran!

Die Badeleiter war schnell montiert. Sie lässt sich jetzt problemlos über die Aufnahme der „Windpilot“ klappen und Manati kann nun auch wieder von der Seeseite aus geentert werden.

Badeleiter1

Badeleiter2

Haken dran!

Einzig der Parasailor wartet noch auf seine Montage. Die Leinen sind bestellt. Das Segel und „der Haken“ müssen sich halt noch gedulden.

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